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Lebenslauf Pützer Elster B „PORSCHE MUSEUM“, D-ELKY

Baujahr: 1963. Beginn des Baus 1962, Inverkehrsetzung 1963.

Werknummer: 32

Besonderheit: D-ELKY war nie militärisch.

10.05.1963: Ein Herr Kruber von den damaligen Prüfstellen für Luftfahrtgerät führt bei der Alfons Pützer KG in Bonn-Hangelar von 15.33 bis 16.19 h den Erstflug durch und stellt die Prüfungsprotokolle aus. Erster Halter ist der LSV Hellertal e.V. in Burbach, Kreis Siegen. D-ELKY dient dort als Schulungsflugzeug sowie zum Segelflugzeugschlepp. Jedoch erweisen sich die 90 PS Dauer- und 95 PS Startleistung für den F-Schlepp bald als zu schwach, und so trennt sich der LSV Hellertal nach wenig mehr als einem Jahr wieder von der Maschine. Stattdessen schafft man dort eine Elster C mit 150 PS Leistung an.

12.12.1964: Die Alfons Pützer KG kauft das Flugzeug zurück. Der Vereinsbetrieb hat der Elster B ziemlich zugesetzt, und so weist das Übernahmeprotokoll zahlreiche Schäden aus, die bei Pützer behoben werden.

21.01.1965: Die Binder Aviatik KG in Donaueschingen übernimmt die reparierte D-ELKY mit 334 Flugstunden.

3.04.1968: Der Breisgauverein für Motorflug e.V. in Freiburg i.Br. erwirbt D-ELKY und führt unter Pilot Rossel den ersten Flug unter der neuen Halterschaft durch.

1970: Während die Elster B bis dahin vorwiegend über dem Schwarzwald sowie im Bodenseeraum unterwegs war, bekommt sie unter Pilot Rockel auch das Ausland zu sehen. Das Bordbuch weist 1970 Flüge nach Linz, Wien, Salzburg und Innsbruck aus.

Einen wahren Mega-Trip für die im Reiseflug lediglich 142 km/h schnelle Maschine nimmt Rockel vom 24. Juli bis zum 12. August 1970 in Angriff. Von Freiburg aus fliegt er im eng geschnittenen Cockpit über Basel, Avignon, Perpignon, Biarritz, Porto, Faro und Tanger bis nach Agadir und wieder zurück. Auch Flüge über die Alpen nach Rom, Neapel und Catania sind eingetragen. Dies bleiben fortan die längsten Flugstrecken, die D-ELKY zu bewältigen hatte.

19.07.1972: Das Autohaus Riekert in Gundelfingen erwirbt D-ELKY.

1.07.1975: Rolf Oser in Freiburg i.Br. kauft D-ELKY.

14.05.1976: Rudolf Rosenthal aus Blumberg wird mit der Eigentümergemeinschaft Schutthoff in Freiburg i.Br. neuer Halter von D-ELKY. Das Luftfahrtbundesamt konstatiert sechs Monate später einen schlechten Zustand des Flugzeugs und besteht auf die Durchführung diverser Instandsetzungsarbeiten. Am 12.05.1977 fliegt D-ELKY wieder. Mittlerweile hat sie 2382 Flugstunden gesammelt.

23.07.1980: Hans-Albert Motsch aus Grenzach-Wyhlen wird als neuer Halter ausgewiesen. D-ELKY erhält in der Folge bei der Flugwerft von Leo Meeder und Walter Gockenbach in Biberach/ Riß eine umfassende Grundüberholung, die am 23.10.1981 abgeschlossen ist.

21.09.1984: Bruno Häussermann aus dem schweizerischen Maennedorf wird neuer Eigentümer von D-ELKY, Halter bleibt Herr Motsch. Die Elster B wird in Schwenningen stationiert.

16.03.1996: Jürgen Gassebner wird neuer Eigentümer und Halter von D-ELKY und führt zusammen mit Theo Beisser den Einweisungsflug in Schwenningen durch, wo D-ELKY bis auf Weiteres auch stationiert bleibt.

28.03.1998: D-ELKY bekommt ihren vorläufig letzten Heimatflugplatz in Heubach.

07.04.2008: D-ELKY startet erstmals mit dem komplett grundüberholten Motor. Insgesamt weist ihr Bordbuch nun 3108 Flugstunden aus.

03.03.2009: D-ELKY startet zum Werkstattflug nach der umfassenden Überholung inklusive Neubespannung und Lackierung der Flügel.

09.07.2010: D-ELKY startet zum Werkstattflug nach der umfassenden Überholung des Rumpfs sowie sämtlicher Anbauteile und wird „Fliegender Botschafter“ des PORSCHE MUSEUMS. Die aktuelle Flugstundenzeit beträgt ca. 3120 Stunden.

17.07.2010: D-ELKY wird auf dem Flugplatz Heubach im Rahmen einer Pressekonferenz der Dr. h.c. Ing. F. Porsche AG den Medien vorgestellt. Sämtliche anwesenden Journalisten nutzen das fantastische Sommerwetter für einen Mitflug im „Fliegenden Botschafter“ des Porsche Museums.