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Vorschau 6. Lauf zur ALMS in Lexington/ Ohio: Porsche-Piloten starten mit Zuversicht in die zweite Saisonhälfte
27.07.2012 Stuttgart. Wenn die American Le Mans Series am 4. August auf dem Mid-Ohio Sports Car Course in die zweite Saisonhälfte startet, stehen in der traditionell hart umkämpften GT-Klasse vor allem Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen) und sein amerikanischer Teamkollege Bryan Sellers im Blickpunkt. Auf dem Traditionskurs im Mittleren Westen der USA feierten sie im Vorjahr mit dem Porsche 911 GT3 RSR nach einer tollen Aufholjagd im strömenden Regen einen denkwürdigen Sieg. Für ihr Team Falken Tire war es der erste Erfolg in der Rennserie mit den schnellsten Sportwagen der Welt.

Das Rennen

Die Mid-Ohio Sports Car Challenge wurde 2001 erstmals als Lauf der American Le Mans Series ausgetragen. Auf die Fans wartet auch diesmal ein attraktiver Doppelpack: Neben faszinierenden Sportwagen und Sportprototypen erleben sie auch ein Rennen der in den USA ebenfalls sehr populären Indycar Series.

Die Strecke

Der 3,621 Kilometer lange Mid-Ohio Sports Car Course mit seinen 13 Kurven ist eine der schönsten und traditionsreichsten Rennstrecken der USA. Der anspruchsvolle Kurs liegt nördlich von Cincinnati in der Nähe von Lexington im US-Bundesstaat Ohio.

Die Porsche-Fahrer

Als Vorjahressieger treten Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler und sein Teamkollege Bryan Sellers mit dem vom Team Falken Tire eingesetzten Porsche 911 GT3 RSR in der GT-Klasse gegen die starke Konkurrenz von BMW, Chevrolet und Ferrari an. In dem von Flying Lizard Motorsports eingesetzten Porsche 911 GT3 RSR wechseln sich die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) ab, die Sieger von Lime Rock. Den zweiten Elfer des erfolgreichen Kundenteams teilen sich Porsche-Werksfahrer Marco Holzer (Lochau) und der amerikanische Teameigner Seth Neiman. Sascha Maassen (Aachen) und Bryce Miller (USA) sind mit dem Porsche 911 GT3 RSR von Paul Miller Racing am Start.

Der Porsche 911 GT3 RSR

Der erfolgreichste GT-Rennwagen der vergangenen Jahre in der American Le Mans Series ist das Topmodell der Kundensportfahrzeuge von Porsche Motorsport. In die neue Saison startete der Porsche 911 GT3 RSR, der als GT-Fahrzeug mit der besten Gesamteffizienz zuletzt 2010 auch die Umweltwertung „Michelin Green X Challenge“ gewann, mit umfangreichen Modifikationen. Seit dem Rennen in Laguna Seca ist er zusätzlich mit einem neuen Frontsplitter und einem angepassten Heckflügel unterwegs.

Die Porsche-Erfolge

Auf dem Mid Ohio Sports Car Course feierte Porsche viele wichtige Erfolge. Mit dem Porsche 911 GT3 RSR holte Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler zwei Siege in der GT-Klasse – 2011 mit Bryan Sellers und 2006 mit Johannes van Overbeek. Ebenfalls zwei Erfolge hat Jörg Bergmeister auf seinem Konto: Der Porsche-Werksfahrer siegte 2009 mit Patrick Long und 2007 mit Johannes van Overbeek, der schon 2004 mit Darren Law erfolgreich war. 2005 ging der Klassensieg an Timo Bernhard und Romain Dumas, 2002 an Kevin Buckler und B. J. Zacharias. Ein wichtiger Meilenstein in der Porsche-Motorsportgeschichte ist diese Rennstrecke aber vor allem deshalb, weil Timo Bernhard und Romain Dumas 2006 den in Weissach entwickelten und gebauten Sportprototypen Porsche RS Spyder hier zu seinem ersten Gesamtsieg steuerten.

Die Zeiten

Das Rennen in Mid-Ohio startet am Samstag, 4. August, um 13.05 Uhr Ortszeit (19.05 Uhr MESZ) und dauert 2:45 Stunden. Es wird auf www.americanlemans.com live im Internet übertragen. Das GT-Qualifying ist auf www.porsche.com/alms-live am Freitag ab 18.40 Uhr MESZ zu sehen.

Stimmen vor dem Rennen

Hartmut Kristen, Porsche-Motorsportchef: „In Mid-Ohio haben wir letztes Jahr ein spannendes Rennen gesehen, das dem Team Falken Tire den ersten von zwei Saisonsiegen gebracht hat. Wenn ich die letzten Rennen in diesem Jahr betrachte, ist Spannung garantiert. Es fehlt also nur ein vergleichbar gutes Ergebnis wie 2011.“
Jörg Bergmeister: „Auf der klassischen Rennstrecke mit langen Geraden und engen Kurven sind nicht nur die Fahrer gefordert. Auch die Techniker erwartet eine schwierige Aufgabe. Durch die Indycars, die sehr viel Gummi auf dem Asphalt lassen, ändert sich ständig das Griplevel der Strecke. Für diese Bedingungen das perfekte Set-up zu finden ist für den Erfolg eine genau so wichtige Voraussetzung wie eine gute Startposition.“
Patrick Long: „Um das Auto in Mid-Ohio optimal abzustimmen, braucht man nicht nur sehr viel Erfahrung, sondern auch ein glückliches Händchen. Unser Team hat bewiesen, dass es über beides verfügt. Es wäre schön, wenn wir an die vielen Porsche-Erfolge auf dieser wunderschönen Strecke anknüpfen könnten.“
Wolf Henzler: „Mid-Ohio ist für unser Team natürlich ein ganz besonderes Rennen, schließlich haben wir dort im vergangenen Jahr unter extremen Bedingungen einen grandiosen Sieg geholt. In Mosport konnten wir zuletzt konstant schnelle Rundenzeiten fahren. Wir haben einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Jetzt müssen wir versuchen, das in Mid-Ohio so gut es geht umzusetzen.“
Marco Holzer: „Nachdem ich beim letzten Rennen in Mosport nicht dabei sein konnte, freue ich mich darauf, jetzt wieder in den USA zu fahren, noch dazu auf einer so tollen Strecke.“

Die American Le Mans Series

Bei der 1999 ins Leben gerufenen American Le Mans Series (ALMS) gehen Sportprototypen und GT-Fahrzeuge an den Start. Sie sind in fünf Klassen eingeteilt, die gemeinsam starten, aber getrennt gewertet werden:
Klasse GT: Die beliebteste Klasse der Fahrzeughersteller ist traditionell am stärksten besetzt. Leicht modifizierte Seriensportwagen mit 440 bis 500 PS und einem Mindestgewicht von 1.245 Kilogramm (z.B. Porsche 911 GT3 RSR).
Klasse GTC: In dieser Klasse sind Markenpokalfahrzeuge wie der Porsche 911 GT3 Cup startberechtigt.
Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 550 PS und einem Mindestgewicht von 900 Kilogramm.
Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 440 PS und 900 Kilogramm Mindestgewicht.
Klasse LMPC: Prototypen-Markenpokal für den ORECA FLM 09.


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