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WEC Silverstone: Bestzeit für 919 hybrid mit Marc Lieb im Freien Training.
19.04.2014 Das neu formierte Porsche Team erlebte mit den beiden Porsche 919 Hybrid Le-Mans-Prototypen gestern am Karfreitag einen guten ersten Trainingstag in Silverstone, Großbritannien. Auf der britischen Traditionsrennstrecke findet am Sonntag der Saisonauftakt zur Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC als Sechsstundenrennen statt. Die Streckenbedingungen waren ideal – sonnig und trocken bei Außentemperaturen zwischen zehn und 15 Grad Celsius. Insgesamt fuhr das Porsche Team mit den beiden 919 Hybrid am ersten Veranstaltungstag exakt 150 Runden. Dies entspricht einer Distanz von 883,65 Kilometern.

Teamchef Andreas Seidl sagte: „Beide Trainings sind sowohl technisch als auch operativ gut verlaufen. Das war für das Team an diesem besonderen Wochenende eine ganz wichtige Erfahrung. Es markiert immerhin die Rückkehr von Porsche in die höchste Klasse der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Mit beiden Autos konnten wir unser Programm wie geplant abarbeiten, wobei der Fokus auf der Rennvorbereitung und einem Reifentestprogramm lag.“

Die ersten beiden freien Trainings:
In der ersten Trainingseinheit am Mittag wechselten sich Neel Jani und Marc Lieb am Steuer des Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer 14 ab. Während Jani sich auf die Abstimmungsarbeit konzentrierte, verglich Lieb anschließend Rennreifen miteinander und drehte dabei auf einem neuen Satz Pneus mit 1.44,042 Minuten auch die schnellste Runde der Sitzung.

Den Porsche 919 Hybrid mit der Nummer 20 pilotierte zunächst Timo Bernhard. Nachdem auch er sich um die Basisabstimmung gekümmert hat, übergab er den Wagen an Brendon Hartley.

Am Nachmittag absolvierten Marc Lieb (Nr. 14) und Brendon Hartley (Nr. 20) jeweils lange Distanzen von 25 Runden, ehe sie an ihre Teamkollegen Romain Dumas und Mark Webber übergaben.

Marc Lieb: „Wir hatten eine sehr gute, weitgehend problemfreie erste Trainingssitzung. Wir konnten unser Abstimmungsprogramm komplett durchgehen und die Rennreifen von Michelin miteinander vergleichen, alles hat funktioniert. Ich bin sehr glücklich. Auch die lange Distanz von 25 Runden im zweiten freien Training war eine gute Übung. Schließlich war ich es im GT-Auto gewohnt, überholt zu werden, jetzt ist es umgekehrt.“

Romain Dumas: „Das war ein guter Freitag – beide Autos sind praktisch ohne Probleme gelaufen, das ist ein positives Zeichen. Wir haben heute einige Einstellungsoptionen ausprobieren können und werden nun schauen, was wir daraus ableiten. Sicherlich bleibt uns noch viel Raum für Verbesserungen, aber das ist ganz normal. Wir sind zum ersten Mal mit dem neuen Porsche 919 Hybrid in Silverstone und fangen auf dieser Strecke fast bei Null an, während unsere Wettbewerber auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Wir werden unseren Weg Schritt für Schritt weitergehen.“

Neel Jani: „Nach zwei Runden lag ich schon auf Platz eins der Zeitenliste, das ging gleich gut los – das hat im ersten freien Training zwar nicht viel zu bedeuten, war aber trotzdem schön. Ich habe mich auf die Abstimmungsarbeit konzentriert. Uns sind Fortschritte gelungen, aber es gibt natürlich noch einiges zu tun.“

Timo Bernhard: „Das erste freie Training heute morgen war gut, um wieder in den Rennrhythmus zu kommen. Wir haben uns intensiv um die Abstimmung gekümmert und einen Eindruck gewonnen von dem, was uns hier in Silverstone erwartet – auch wenn die Rundenzeiten schwer zu bewerten sind. Beim Set-up liegt noch Arbeit vor uns, das Auto untersteuert teilweise etwas.“

Brendon Hartley: „Nach all der Test- und Entwicklungsarbeit fühlt es sich einfach gut an, mit dem Porsche 919 Hybrid erstmals eine offizielle Trainingssession zu bestreiten. Bis auf Kleinigkeiten lief alles glatt – ein guter Auftakt. Und wir haben einen Eindruck vom Verkehr auf der Strecke bekommen: sehr interessant, hier und da auch etwas verrückt. Silverstone ist für mich so etwas wie ein Heimrennen: Weil ich in der Nähe wohne, kann ich im eigenen Bett schlafen. Ein kleines, feines Extra.“

Mark Webber: „Wir haben einen erfolgreichen Tag erlebt, beide Autos liefen problemlos – das ist zu diesem Zeitpunkt sehr wichtig. Wir lernen mit jeder Runde dazu. Noch müssen wir etwas schneller werden, aber wir wissen, wo wir anpacken können. Das Team hat tolle Arbeit geleistet und viele Punkte abgehakt, was die Zuverlässigkeit des Porsche 919 Hybrid und andere Dinge betrifft, die uns noch Sorgen bereitet hatten. Ich liebe Silverstone. Die Strecke ist fantastisch und ich freue mich sehr, hier zum ersten Mal seit 1998 wieder mit einem Dach über dem Kopf unterwegs zu sein. Die Formel-1-Autos sind übersichtlicher als LMP1-Rennwagen, deren geschlossenes Cockpit die Sicht etwas einschränkt. Auch an den Langstreckencharakter der Rennen muss ich mich noch gewöhnen, dies betrifft viele kleine Dinge. Ehrlich gesagt fühle ich mich fast wie ein Anfänger – aber es macht wirklich Spaß!“




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